• Eltern-Kind-Therapie bei Alkohol-, Drogen-, Medikamentenmissbrauch

    Für eine gesunde Eltern-Kind-Zukunft.

    Abhängigkeitserkrankungen sind Störungen, die in der Regel Auswirkungen auf das gesamte Umfeld der Betroffenen und insbesondere deren Kinder haben. Durch das Aufwachsen in durch dauerhaften Suchtmittelkonsum belasteten Familien, besteht für Kinder die Gefahr, im späteren Leben selbst Auffälligkeiten zu entwickeln. Dazu zählen beispielsweise die Risiken, eine eigene psychische Erkrankung oder abhängige Beziehungsmodelle zu entwickeln.

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    Die Barbarossa-Klinik Kelbra bietet Eltern an, Kinder im Alter von 0,5 bis 12 Jahren als Begleitkinder aufzunehmen. Die Unterbringung erfolgt in einer gesonderten Gruppe. Kinder im Vorschulalter werden tagsüber durch unsere Erzieher betreut. Seit Anfang 2016 steht dafür das klinikeigene Kinderhaus in Breitungen (ca. 10 km nördlich von Kelbra) zur Verfügung. Kinder im schulpflichtigen Alter werden an die hiesigen Schulen im Landkreis Mansfeld-Südharz angebunden. Eine eigene Therapie der Kinder erfolgt in unserer Einrichtung jedoch nicht. Bei Bedarf kann Kontakt zur Kinder- und Jugendpsychiatrie in Nordhausen hergestellt werden.

    Eine Auseinandersetzung mit der Eltern-Kind-Beziehung wird mit den Eltern in verschiedenen Therapieangeboten angestrebt. Mithilfe von Einzel- und Gruppentherapien sowie der Arbeit in der hausinternen Selbsthilfegruppe „Kinder und Erziehung” können folgende Ziele bearbeitet werden:

    – die belastete Kommunikation zwischen Ihnen und Ihren Kindern klären

    – Ihre Bindung festigen

    – Ihre Erziehungskompetenz stärken

    – Ihre Elternrolle stabilisieren

    Das Gelernte können Eltern vor allem im Rahmen der gemeinsamen Freizeitgestaltung mit ihren Kindern umsetzen. Die Kinder selbst profitieren zumeist durch die bewusste, aktive Veränderung der Eltern und durchleben teilweise erstaunliche Entwicklungsschübe.

    Am Waldrand gelegen, in der kleinen Ortschaft Breitungen, ist unser neues Kinderhaus entstanden. Hier werden die Kinder tagsüber liebevoll betreut. Nach dem ersten Frühstück in der Klinik geht es mit dem Klinikbus nach Breitungen. Hier werden die Kinder schon sehnsüchtig von den beiden Hunden Rex und Hilde erwartet. Nachdem alle Kinder angekommen sind, wird sich bei einem zweiten Frühstück gestärkt. Anschließend stehen Spiel, Spaß und Lernen auf dem Plan. Spaziergänge im angrenzenden Wald laden zur Spurensuche ein. Nach Mittagsruhe und Vesper geht es am späten Nachmittag zurück in die Klinik. Hier werden die Kinder dann von den Eltern nach Ihrer Therapiezeit empfangen, um den Tag in Ruhe ausklingen zu lassen.